Nicht jede Minute am Bildschirm ist gleich. Beim kreativen Schreiben entsteht am Ende etwas Eigenes – ein Buch. Warum sich diese Art von Bildschirmzeit anders anfühlt und wie Eltern sie begleiten können.
Als Mutter kenne ich das schlechte Gewissen bei der Frage „Wie lange schon wieder am Tablet?". Aber mit der Zeit habe ich gemerkt: Es kommt weniger auf die Minuten an als darauf, was dabei passiert. Zwischen passivem Wegwischen von Videos und dem Schreiben einer eigenen Geschichte liegen Welten.
Beim Schreiben ist ein Kind nicht Konsument, sondern Autor. Es denkt sich Figuren aus, trifft Entscheidungen, ringt um Formulierungen, freut sich über ein gelungenes Kapitel. Das ist aktive, schöpferische Zeit – und am Ende hält es etwas in den Händen, auf das es stolz sein kann.
Wie Sie begleiten können
Fragen Sie nach der Geschichte, nicht nach der Technik. „Was macht deine Heldin als Nächstes?" öffnet mehr als „Bist du bald fertig?". Lassen Sie sich das fertige Buch vorlesen – das ist oft der schönste Moment. Und geben Sie dem Ganzen einen festen Platz, so wie dem Malen oder Basteln.
„Bildschirmzeit kann man mit etwas füllen, das bleibt."
Bildschirmzeit lässt sich nicht immer vermeiden. Aber man kann sie mit etwas füllen, das bleibt.
Herzlich,
Dinah
